Deutsche Skispringer haben noch viel Arbeit

Klingenthal –  Dem neuen Skisprung-Bundestrainer Stefan  Horngacher steht bis zum Weltcup-Saisonstart in sieben Wochen noch viel Arbeit bevor.

Seine Schützlinge um Karl Geiger und den dreifachen Seefeld-Weltmeister Markus Eisenbichler erzielten zum Abschluss des Sommer-Grand-Prix im heimischen Klingenthal erneut keine Top-Platzierungen. «Das Fazit ist nicht wahnsinnig gut. Es waren einige sehr gute Dinge dabei, mit Auf und Ab. Für die Trainingsphasen war es okay», befand Horngacher nach dem Sommer-Finale.

Der vom Wind geprägte Wettbewerb wurde in Klingenthal in nur einem Durchgang ausgesprungen. Karl Geiger belegte beim Tagessieg des Slowenen Anze Lanisek nach einem Sprung auf 122,5 Meter den zehnten Platz, seine Teamkollegen Richard Freitag (15.), Stephan Leyhe (22.) sowie Eisenbichler (24.) verpassten Platzierungen unter den Top 10.

«Es waren zwei coole Trainingstage, so muss man es einfach sehen. Wir haben es nicht oft, bei wechselnden Verhältnissen zu springen. Es war glaube ich okay», bilanzierte Freitag. Geiger beendet den Sommer-Grand-Prix auf Gesamtrang fünf, der Pole Dawid Kubacki schloss die Serie als Sieger ab.

Während Horngacher nach seinem ersten Sommer als Chefcoach des Deutschen Skiverbandes (DSV) noch Verbesserungspotenzial sieht, gefielen dem Nachfolger von Werner Schuster die Leistungen seiner Athleten beim Herbst-Heimspiel. «Unsere Jungs haben sich technisch sehr gut geschlagen, ich habe sehr gute Sprünge gesehen. Wir waren nicht gesegnet vom Aufwind. Somit kann man das hier positiv abschließen», befand Horngacher.

Der Winter 2019/2020 gilt bei den Skispringern als Übergangsjahr, weil weder eine Nordische Ski-WM noch Olympische Spiele auf dem Programm stehen. Mit den jüngsten Erfolgen von Eisenbichler in Seefeld sowie von Olympiasieger Andreas Wellinger, der diesen Winter nach einem Kreuzbandriss verpasst, wird Horngacher an großen Erfolgen aus der jüngsten Vergangenheit gemessen.

Fotocredits: Hendrik Schmidt
(dpa)

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