Eiskunstlauf-Sportdirektor zur WM-Bilanz: «Kritische Phase»

Saitama – Die Deutsche Eislauf-Union steckt nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Saitama in einer Krise.

«Wir sind in einer kritischen Phase. Eine Krise hat aber auch etwas Gutes», erklärte DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf nach den zu Ende gegangenen Welttitelkämpfen in Japan. «Wenn man das erkennt und die richtigen Entscheidungen trifft, kann der Weg nach vorne wieder geöffnet werden.»

Immerhin wurde in drei Disziplinen mit dem Erreichen der Kür-Finals das Minimalziel erreicht. Für die beste deutsche Platzierung sorgten die Berliner Paarläufer Minerva Fabienne Hase/Nolan Seegert mit dem 13. Rang. Besonders enttäuschend war der 28. Platz des deutschen Meisters Paul Fentz (Berlin), der als einziger DEU-Starter den Sprung in den Kür-Endkampf nicht schaffte. Vor einem Jahr bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang hatten Aljona Savchenko/Bruno Massot mit ihrem Paarlauf-Triumph für Glanz gesorgt. Seitdem machen sie eine Wettkampfpause und waren bei der WM nicht am Start.

Nach der WM will die DEU eine ausführliche Auswertung vornehmen und Konsequenzen ziehen. «Von der Analyse müssen Veränderungen abgeleitet und gehandelt werden», kündigte Dönsdorf an. Dabei will er vor allem die Trainer in die Pflicht nehmen. «Die Trainer müssen erkennen, dass sie so, wie trainiert wird, es nicht mehr zum Erfolg führt. Wir sind an einem Wendepunkt.» Besonders bei den Damen und Herren habe man bei den Siegern Alina Sagitowa aus Russland und dem US-Amerikaner Nathan Chen exemplarisch gesehen, wie hoch das Niveau der internationalen Konkurrenz sei.

Fotocredits: Peter Kneffel
(dpa)

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