Herrmann über Dahlmeier: «Perfekte Biathletin unserer Zeit»

Östersund – Denise Herrmann war selbst überrascht, dass sie beim ersten Biathlon-Weltcup des Olympia-Winters in Östersund gleich zwei Siege einfahren konnte. Die 28-jährige Sächsin will sich auf diesen Erfolgen jedoch nicht ausruhen und bleibt bescheiden.

Glauben Sie, dass Sie nach Ihrem beiden Siegen in den kommenden Wochen so erfolgreich weitermachen können?

Denise Herrmann: Wenn man an den Start geht, dann will man natürlich alles geben und das Optimum herausholen. Es wäre jetzt aber verwegen zu sagen, ich will hier jedes Wochenende dreimal gewinnen. Wenn jetzt andere Bedingungen kommen, kann ich auch nicht aus einem so riesigen Erfahrungsschatz schöpfen. Für mich ist im Moment jeder Wettkampf eine Erfahrung. Ich bin gespannt, was jetzt in nächster Zeit kommt.

Wie wollen Sie nach den anstrengenden letzten Wochen nun entspannen?

Herrmann: Ich freue mich, dass es endlich nach Hause geht nach Ruhpolding. Ich freue mich, meine Schwester und meine kleine Katze Luna wiederzusehen. Es werden ein paar entspannte Tage, denn es war jetzt doch ganz schön viel, die Rennen, auch in der vergangenen Woche beim IBU-Cup, habe ich in den Beinen schon gemerkt. Mal wieder seit dem 9. November im eigenen Bett schlafen – da freue ich mich besonders drauf.

Am Freitag treffen Sie erstmals in dieser Saison auf Laura Dahlmeier. Was ist in Hochfilzen zu erwarten und sind sie beide schon auf Augenhöhe?

Herrmann: Da fehlt bei mir schon noch sehr, sehr viel. Laura legt einfach eine Kostanz an den Tag und sie ist einfach die perfekte Biathletin unserer Zeit. Sie schießt eigentlich immer null Fehler. Ich hatte ja dieses Jahr das Privileg, mit den Mädels im Sommer zu trainieren. Wir versuchen uns da auch gegenseitig zu pushen. Laura ist auch immer scharf drauf, mit mir ein paar Sprinteinheiten zu machen. Das freut mich, weil es uns beide einfach pusht. Ich denke, dass wir uns in Zukunft so antreiben können, dass das ganze Niveau der Gruppe noch etwas nach oben geschraubt wird. Das ist ja für Biathlon-Deutschland super.

Fotocredits: Antti Aimo-Koivisto
(dpa)