Nach Dauerregen: Skisprung-Weltcup in Titisee abgesagt

Titisee-Neustadt – Dauerregen und viel zu warme Temperaturen haben für eine Absage des Skisprung-Weltcups in Titisee-Neustadt am kommenden Wochenende gesorgt.

Der Weltverband FIS teilte mit, dass die insgesamt drei Wettbewerbe, die für Samstag und Sonntag auf der Hochfirstschanze angesetzt waren, nicht wie geplant stattfinden können.

«Für dieses Wochenende ist es fast aussichtlos. Es wird bei dieser Absage bleiben», sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer der Deutschen Presse-Agentur am Nachmittag. Einen Ersatz-Ort dürfte es nicht geben, in Deutschland hätte es ohnehin keine Schanze zum Ausweichen gegeben.

Die Wetterprognosen für den Schwarzwald könnten in den nächsten Tagen kaum schlechter sein. Bis zur eigentlich angesetzten Qualifikation am Freitag soll es dauerhaft regnen, dazu kommen deutliche Plusgrade und nicht einmal in der Nacht Frost. Der Deutsche Skiverband (DSV) bedauerte die Absage der drei Wettbewerbe. «Wir haben alles getan», sagte ein Sprecher des Verbandes. Für Samstag und Sonntag sind zusätzlich zum warmen und verregneten Wetter auch noch Sturmböen angekündigt.

Eigentlich hätte der erste Heimweltcup der DSV-Adler an diesem Wochenende zum großen Fest vor mehr als 10 000 Zuschauern werden sollen: Olympiasieger Andreas Wellinger und Co. wollten Schwung für die in dreieinhalb Wochen beginnende Tournee aufnehmen. Zudem sollten Männer und Frauen erstmals in Deutschland am gleichen Ort springen. «Für uns ist es doppelt schade», sagte Frauen-Bundestrainer Andreas Bauer. Für ihn seien das «Herausforderungen, denen sich der Weltverband stellen muss».

Ob die drei Wettbewerbe (ein Teamspringen bei den Männern und je ein Einzel bei Männern und Frauen) nachgeholt werden, ließ Hofer offen. Dass in Titisee-Neustadt in diesem Winter noch ein Nachholtermin gefunden wird, gilt als extrem unwahrscheinlich. Bis zum Finale Ende März in Planica ist quasi jedes Wochenende belegt. «Wir sind sehr voll, momentan sehe ich da auf regulärem Weg keine Chance», sagte der Österreicher Hofer.

Fotocredits: Patrick Seeger
(dpa)

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