DSV-Kombinierer Frenzel und Rießle mit Doppelerfolg

Ramsau – Eric Frenzel und Fabian Rießle haben das Kräfteverhältnis in der Nordischen Kombination wieder gerade gerückt.

Nachdem zu Saisonbeginn die Norweger den Deutschen den Rang abzulaufen schienen, setzte sich das Duo in Ramsau am Dachstein in beeindruckender Manier durch und verwies den Norweger Jan Schmid auf Rang drei. Der Skandinavier verhinderte damit einen kompletten deutschen Erfolg, denn mit Vinzenz Geiger kam ein weiterer DSV-Kombinierer auf Rang vier.

Die Ergebnisse von Kuusamo und Lillehammer hatten die deutschen Trainer dazu veranlasst, speziell im Sprungbereich noch einmal nachzulegen und Sonderschichten einzulegen. Mit Erfolg. Gleich vier Deutsche belegten im Springen die Ränge drei bis sechs, wobei der Rückstand zu den Sprungbesten Taihei Kato aus Japan und Tomas Portyk aus Tschechien minimal war.

In der Loipe zeigten besonders Frenzel und Rießle ihre Klasse. Sie machten Druck, so dass die anfangs zehn Läufer umfassende Spitzengruppe immer kleiner wurde. Auf den letzten zwei Kilometern waren dann nur noch die drei späteren Erstplatzierten übrig. Schmid versuchte sein Heil in der Flucht, übernahm sich dabei aber und wurde von den beiden Staffel-Weltmeistern schließlich locker überlaufen.

«Heute haben wir zurückgeschlagen», kommentierte Bundestrainer Hermann Weinbuch den Auftritt des DSV-Teams, in dem Vierfach-

Weltmeister Johannes Rydzek nach einem verpatzten Sprung mit Rang 21 zufrieden sein musste. «Wir wussten zwar, dass die Norweger rankommen werden, aber das sollte ihnen weh tun, so dass wir am Ende mehr Körner haben», sagte der Bundestrainer zur Taktik, die voll aufging.

Frenzel bestätigte das. «Unser Tempo war so hoch, dass von hinten eher nichts kommen konnte. Und als wir nur noch zu dritt waren, hatten wir alle Trümpfe in der Hand, um unseren norwegischen Kollegen in Schach zu halten», sagte der fünffach Weltcup-Gesamtsieger.

Ihn freute besonders, dass er den Endspurt gegen den in dieser Teildisziplin höher eingeschätzten Rießle gewinnen konnte. «Ramsau ist sehr speziell, da muss man sich taktisch etwas zurechtlegen, um auf der Zielgeraden vorn zu sein», sagte Frenzel.

Fotocredits: Georg Hochmuth
(dpa)

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