Shorttrack-EM erster Gradmesser für neuen Bundestrainer

Dordrecht – Die Europameisterschaften im niederländischen Dordrecht werden zur ersten Standortbestimmung für das neuformierte deutsche Shorttrack-Team unter der Leitung des britischen Bundestrainers Stuart Horsepool.

«Das deutsche Shorttrack ist leider etwas hinter die Weltspitze zurückgefallen. Ich suche nicht nach Gründen aus der Vergangenheit, sondern schaue in die Zukunft: mit Planen und Implementieren von Programmen, die kurzfristige Ergebnisse ermöglichen», sagte Horsepool während der EM-Vorbereitung der Deutschen in Polen.

Der britische Fachmann setzt in Dordrecht vor allem auf Anna Seidel. «Annas Ergebnisse in diesem Winter waren besser als in den vergangenen Saisons», sagte Horsepool in einem Interview auf der Homepage der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft und verwies auf eine schwere Rückenverletzung Seidels vor zwei Jahren.

Der zweite Platz von Seidel beim Weltcup in Salt Lake City über 1000 Meter sei ein «starkes Ausrufezeichen», sagte Horsepool. Sie habe «das Potenzial, regelmäßig aufs Podium zu laufen». Im Februar stehen der Heim-Weltcup in Dresden und im März die Weltmeisterschaften sowie das Europa-Cup-Finale in Rostock im Fokus der deutschen Shorttracker.

Fotocredits: Thomas Eisenhuth
(dpa)

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