Deutsche Kombinierer bei WM in der Verfolgerrolle

Lahti – Deutschlands Nordische Kombinierer befinden sich zur Halbzeit der WM-Entscheidung in Lahti in der ungewohnten Verfolgerrolle.

Nach dem Springen auf der Großschanze belegt Johannes Rydzek als bester DSV-Starter den fünften Platz. Der Oberstdorfer kam auf 122 Meter und geht mit einem Rückstand von genau einer Minute auf den führenden Österreicher Mario Seidl in den Langlauf über 10 Kilometer. «Gejagt zu werden, ist zwar besser. Aber ich habe eine gute Position. Jetzt gilt es anzugreifen», sagte Rydzek.

Eric Frenzel, der mit 121 Metern nur 13. ist, muss 1:29 Minuten aufholen. Fabian Rießle liegt als 17. schon 1:39 Minuten zurück, Björn Kircheisen ist 18. mit 1:44 Minuten Rückstand. Damit scheint ein Vierfach-Triumph wie im Einzel von der Normalschanze ausgeschlossen.

«Der Wettkampf war von wechselnden Windbedingungen geprägt. Es ist keine ideale Ausgangsposition, aber wir sind in Schlagdistanz zu den Medaillen», sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. «Entsprechend gehen wir das Rennen an.»

Seidl nimmt nach einem Sprung auf 132 Meter ein Polster von 46 Sekunden vor seinem Landsmann Wilhelm Denifl in die Loipe mit, nachdem der ursprünglich zweitplatzierte Franzose Maxime Laheurte wegen eines nicht regelkonformem Anzuges disqualifiziert wurde. Auf Rang drei liegen nun zeitgleich dessen Landsmann Francois Braud und der Japaner Akito Watabe.

Fotocredits: Hendrik Schmidt
(dpa)

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