Paris gewinnt auch Super-G von Bormio

Bormio – Die deutschen Speedfahrer können mit einem guten Gefühl Silvester feiern und mit Selbstvertrauen in die Klassiker im Januar starten. Josef Ferstl belegte an seinem 30. Geburtstag im Super-G auf der knüppelharten Stelvio in Bormio wie tags zuvor in der Abfahrt Rang elf.

«Natürlich war es ein super Abschluss. Ich hoffe, ich nehme den Schwung mit ins neue Jahr», sagte er nach dem erneuten Sieg von Dominik Paris aus Südtirol. 2019 warten vor der WM die Abfahrten von Wengen, Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen.

Sander raste am Samstag bei dem Weltcup-Rennen in Norditalien auf Position 14. Damit hat er die verbandsinterne Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Februar geschafft. «Das war zwar mein zweitbestes Rennen diese Saison, aber da ist noch viel Luft nach oben», sagte Sander. «Ich habe mir mehr vorgenommen. Heute war ein Schritt nach vorne, aber das ist noch nicht das, was ich im Sommer und im Training gezeigt habe.»

Paris war 24 Stunden nach seinem Erfolg in der Abfahrt 0,01 Sekunden schneller als Matthias Mayer aus Österreich. Dritter wurde Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen. Dominik Schwaiger kam auf Rang 30 und verbuchte das beste Super-G-Resultat seiner Karriere. «Ich bin froh, dass ich dieses Jahr mit dem Auto heimfahren kann und nicht wieder mit dem Helikopter. Mit zweimal Punkten, einen schöneren Jahresabschluss gibt es fast nicht für mich jetzt», sagte der 27-Jährige. Vor einem Jahr hatte er sich in Bormio schwer verletzt.

Auch im letzten Weltcup-Rennen des Jahres 2018 gab es wieder schwere Unfälle. Der Norweger Stian Saugestad krachte mit hoher Geschwindigkeit in die Fangnetze. Er konnte nach einer Behandlung selbst aufstehen und war dem Augenschein nach nicht schwerer verletzt, wurde dann aber dennoch mit dem Hubschrauber abtransportiert. Daniel Hemetsberger aus Österreich stürzte ebenfalls schwer und erlitt dabei einen Riss des vorderen Kreuzbandes, einen Innenbandriss und einen Meniskusriss im linken Knie, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Abend mitteilte.

In der Abfahrt am Freitag war Klemen Kosi aus Slowenien schwer gestürzt, kam mit einem Nasenbeinbruch aber vergleichsweise glimpflich davon. Erst vor knapp zwei Wochen war in Gröden Marc Gisin aus der Schweiz schwer gestürzt und hatte sich Rippenverletzungen und eine Lungenverletzung zugezogen.

Fotocredits: Marco Trovati
(dpa)

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