Schnee-Comeback für Dreßen nach Kreuzbandriss

Sölden – Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen hat sieben Monate nach seiner schweren Knieverletzung erstmals wieder auf Schnee trainiert. Der 25 Jahre alte Skirennfahrer arbeitete gemeinsam mit Teamkollege Andreas Sander auf dem Gletscher in Sölden.

«Für mich war das heute ein super Tag, durch den ich extrem positiv auf die nächsten Tage schaue. Das Knie und die Muskulatur sind bereit fürs Skifahren», sagte Dreßen der Deutschen Presse-Agentur. «Wir hatten für heute keinen großen Plan. Das war nur frei fahren.»

Der beste deutsche Abfahrer der vergangenen Jahre war am 30. November 2018 beim Weltcup in Beaver Creek gestürzt und mit 125 km/h in ein Sicherheitsnetz gerauscht. Neben ein paar Schrammen im Gesicht waren ein Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie und eine ausgekugelte linke Schulter die Folge. Im Januar 2018 hatte er das Abfahrtsrennen auf der Streif in Kitzbühel gewonnen.

Von der Rennform sei er noch weit entfernt, aber die ersten Weltcups stünden ja auch erst im November an, betonte Dreßen. Am Freitag und an zwei Tagen der kommenden Woche will er noch in Österreich trainieren. Nach ein paar Tagen am Stilfser Joch in Südtirol mit dem Team geht es Mitte August dann für dreieinhalb Wochen nach Chile. «Das ist jetzt die Comeback-Saison. Freilich sind meine Ziele, dass ich da wieder hinkomme, wo ich war, vor der Verletzung. Aber ob das beim ersten Rennen funktioniert oder ob ich da mehr Zeit brauche, das kann man jetzt noch nicht sagen», sagte Dreßen.

Fotocredits: Matthias Balk
(dpa)

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