US-Läufer Chen holt Gold – Eistänzer Koch/Nüchtern 18.

Saitama – Der US-Amerikaner Nathan Chen hat in einem der besten Kür-Finals seit Jahren bei einer Eiskunstlauf-WM seinen Titel auf beeindruckender Art und Weise verteidigt.

Vor 18.000 Zuschauern in der ausverkauften «Saitama Super Arena» nahe Tokio behauptete der 19 Jahre alte Olympia-Fünfte Platz eins vor Japans Superstar Yuzuru Hanyu. Der Olympiasieger konnte trotz einer phänomenalen Kür am Samstag mit der höchst schwierigen Kombination aus vierfachem Toeloop und dreifachem Axel nicht mehr auf den Gold-Rang klettern. Der erhebliche Rückstand nach seinem nicht geglückten Kurzprogramm mit Rang drei vergrößerte sich sogar noch auf 23 Punkte. Für den WM-Gastgeber Japan war es die erste und einzige Medaille am Schlusstag der Titelkämpfe. WM-Bronze gewann US-Läufer Vincent Zhou.

Der deutsche Meister Paul Fentz aus Berlin hatte im Kurzprogramm nur den 28. Platz erreicht und das Kür-Finale verpasst. «Enttäuschend», lautete der kurze Kommentar von Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union.

Auch im Eistanz gelang Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron die Wiederholung des Vorjahressieges. In der Kür konnten Viktoria Sinitsina/Nikita Katsalapow aus Russland sie nicht mehr von der Spitzenposition verdrängen und wurden Zweite. Für das französische Duo Papadakis/Cizeron war es der vierte WM-Erfolg nach 2015, 2016 und 2018. WM-Bronze sicherten sich die Amerikaner Madison Hubbell/Zachary Donohue, die Vizeweltmeister von 2018.

Das deutsche Duo Shari Koch und Christian Nüchtern (Düsseldorf/Siegerland) beendete ihr WM-Debüt mit dem 18. Platz. «Es war nicht unsere beste Kür», meinte Nüchtern. Für die beste deutsche Platzierung sorgten die Berliner Paarläufer Minerva Fabienne Hase/Nolan Seegert mit dem 13. Rang. Die Olympiasieger Aljona Savchenko/Bruno Massot haben nach dem Triumph von Pyeongchang 2018 eine Wettkampfpause verkündet und waren nicht am Start.

Fotocredits: Andy Wong,Andy Wong
(dpa)

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