«Not am Mann»: Snowboarderinnen packen in Corona-Krise an

München – Nach dem plötzlichen Ende ihrer Weltcup-Saison engagieren sich die Snowboarderinnen Carolin Langenhorst und Melanie Hochreiter im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Statt Urlaub – der aufgrund der aktuellen Situation ohnehin nur im eigenen Haus möglich ist – machen sich die beiden nützlich. Langenhorst hilft bei der Corona-Telefonberatung des Gesundheitsamts in Bad Reichenhall aus. Hochreiter überprüft als Polizeiobermeisterin in Berchtesgaden, ob sich die Leute an die Kontaktauflagen des Freistaats halten.

«Eine unserer Hauptaufgaben ist im Moment, zu schauen, ob alle Geschäfte zu haben, ob jemand unnötig durch die Gegend fährt und ob die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden», erzählte Hochreiter (23). Aufklärung gehöre auch zu ihren Aufgaben auf Streife, «da die Bürger natürlich viele Fragen bezüglich der Ausgangsbeschränkung haben, was sie machen dürfen und was verboten ist».

Langenhorst ist als freiwillige Helferin im Gesundheitsamt dafür zuständig, Leute anzurufen, die mit nachweislich Infizierten Kontakt hatten. «Dann schaue ich, wie nah jene mit der Person in Kontakt gekommen sind, und ordne denen dann eine Quarantäne an oder nicht. Auch erkläre ich, was zu beachten ist, was sie dürfen und was nicht», berichtete die 24-Jährige. Sie hilft bei der Behörde aus, weil ihr Vater Amtsarzt ist und dort zunächst zu wenig Personal vorhanden war. «Da war Not am Mann. Die regulären Angestellten sind nicht mehr hinterher gekommen», schilderte sie. Die Sportsoldatin hat Zeit, weil ein Lehrgang bei der Bundeswehr ausfiel.

Fotocredits: Gian Ehrenzeller
(dpa)

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